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Kinderporno-Vorwürfe gegen Second Life

Ich schrieb ja bereits im Februar über Vorwürfe gegen die Onlinewelt Second Life, laut denen dort virtueller Kindesmißbrauch stattfinden würde und über die Überzogenheit dieser Vorwürfe.

Vor Kurzem wurde dieses Thema nun in Deutschland vom TV-Magazin "Report Mainz" aufgegriffen. Der Beitrag ist online unter diesem Link sowohl als Video als auch als Transkript verfügbar.

Die Vorwürfe, die in diesem Bericht gemacht werden, sind aber ebenfalls nicht besonders erschreckend und werden völlig übertrieben dargestellt, finde ich. Gut, zum einen wurde wohl jemand gefunden, der in "Second Life" Kinderpornos getauscht hat. Letztendlich ist das aber ja nichts Spektakuläres, das ist ja anderswo im Internet genauso gut möglich und keine spezielle Eigenart von "Second Life". Speziell "Second Life" betreffend wurde dann wieder der 'virtuelle Mißbrauch' angeführt. Dabei wurde noch nicht einmal betont, daß hinter den virtuellen Figuren i.d.R. Erwachsene stecken... echte Kinder werden dort jedenfalls nicht mißbraucht.

Es wurde dann die Argumentation angeführt, wissenschaftliche Studien würden belegen, daß solche Spielszenen sich regelrecht ins Gehirn einbrennen würden. Die Hemmschwelle bei 'Pädokriminellen' sinke, im Spiel, wie auch im echten Leben. Letztendlich sehe ich hier eine ähnliche Argumentationslinie wie bei der unsäglichen 'Killerspiel'-Debatte. Denn ob dieser Zusammenhang wissenschaftlich wirklich so eindeutig belegt ist, da bin ich momentan doch noch skeptisch. Sicherlich sind solche Fälle denkbar, aber genauso ist es ja möglich andersherum zu argumentieren: Menschen mit solchen Fantasien könnten diese durch "Second Life" virtuell ausleben, wodurch in manchen Fällen vielleicht sogar ein Mißbrauch verhindert werden könnte.

Insgesamt ein sehr reißerischer Bericht, der viel Wirbel um etwas macht, was eigentlich viel weniger dramatisch ist, als es dargestellt wird. Virtuelle Figuren, die allesamt von Erwachsenen gesteuert werden, begehen virtuelle Handlungen in einer virtuellen Welt.

Schade, daß man einen derartigen Journalimus heutzutage auch bei den Öffentlich-Rechtlichen findet. Immerhin sind die Kommentare zu diesem Bericht im SWR-Forum eher kritisch - die Menschen scheinen wohl doch noch nicht alles einfach zu schlucken, was man ihnen so vorsetzt.
10.5.07 00:40
 


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