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Perverse Fotografen

Vor einem Monat berichtete ich ja bereits über die perversen Nikoläuse aus Zürich, heute will ich nun auf eine ähnliche News-Meldung aufmerksam machen.

Wie News.com.au berichtete, dürfen Eltern in Queensland, Australien seit einiger Zeit ihre Kinder nicht mehr ohne Weiteres bei Sportveranstaltungen fotografieren. Wenn sie dies tun wollten, bräuchten sie zuerst die Erlaubnis der anderen Eltern und der Verantwortlichen der Mannschaften. Grund sei die zunehmende Angst vor Pädophilen.

Anscheinend gab es Berichte, daß in South Bank Männer Fotos von Kindern beim Schwimmen gemacht und diese dann ins Internet gestellt hätten. Inzwischen dürften teilweise nicht einmal mehr professionelle Fotografen bei großen Sportfinals Bilder machen, wenn sie nicht im Besitz einer Blue Card seien.

Auch in mehreren Spaßbädern und an den meisten staatlich kontrollierten Stränden des Bundesstaates sind der News-Meldung zufolge ähnliche Regelungen eingeführt worden. Die Rettungsschwimmer hätten dort Richtlinien für die Benutzung von Fotoapparaten erhalten.

Aber ist dies wirklich sinnvoll? Sicherlich kann es ärgerlich sein, wenn man sich oder seine Kinder ohne sein Wissen auf Websites wiederfindet. Hierbei spielt sicherlich auch noch der Kontext eine Rolle, so ist dies bei einem pornographischem Kontext sicher besonders unangenehm. Generell werden hierbei auf jeden Fall Persönlichkeitsrechte verletzt.

Trotzdem muß man sich aber fragen, ob Regelungen wie die in Queensland wirklich verhältnismäßig sind. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn sich vielleicht ein Pädophiler an einem Bild von einem Kind erfreut? Die Angelegenheit würde sicherlich nicht ganz so emotional betrachtet werden, wenn es sich z.B. um das Bild einer Frau im Badeanzug handeltete, welches ohne ihr Einverständnis ins Internet gelangt wäre. Außerdem muß man auch einmal bedenken, daß es nicht gesagt ist, daß jeder Pädophile, der Bilder macht, diese dann auch übers Internet verbreitet.

Auf jeden Fall gibt es aber ja auch Mittel um dagegen vorzugehen, sollte man Bilder von sich oder seinen Kindern gegen den eigenen Willen im Internet finden. Zuerst einmal würde ich in so einer Situation vorschlagen den Webmaster der Website zu kontaktieren und ihn zu bitten das Bild oder die Bilder unverzüglich offline zu nehmen. Sollte dies nicht passieren, könnte man dann versuchen rechtlich gegen den Betreiber der Website vorzugehen.

Natürlich ist aber klar, daß Bilder, wenn sie erstmal ins Internet gelangt sind, schwer wieder dort hinauszubekommen sind. Jeder Betrachter einer Website hat die Möglichkeit Bilder zu speichern und sie später in Foren oder auf anderen Websites erneut zu posten. Es wäre naiv anzunehmen, daß dies nicht in der Regel auch geschieht. Ist ein Bild erstmal im Internet, wird es dort wahrscheinlich auch bleiben, an irgendeiner Stelle zumindest. Sogesehen ist die Idee nun zu versuchen zu erreichen, daß weniger Bilder überhaupt erst ins Internet gelangen können - zumindest Bilder, die an den betroffenen Orten gemacht wurden - ja gar nicht mal völlig unlogisch. Sie ist aber trotzdem in meinen Augen unverhältnismäßig.

Wo kommen wir denn hin, wenn man nicht mal mehr ohne Weiteres Bilder am Strand machen darf? Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Mann, der Fotos von Kindern macht, gleich schief angesehen und verdächtigt wird?

Man kann doch nicht alles kontrollieren. Geht man so nicht gesellschaftlich in eine Richtung, in der immer weniger Freiheiten für den einzelnen bleiben und immer mehr überwacht, reguliert und kontrolliert wird? Aber in diese Richtung gehen wir ja leider eh schon länger.
1.3.06 05:18
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(1.3.06 09:32)
Wie wahr, Greeny! In der Tat verletzen Fotos von Personen, die nicht im öffentlichen Rampenlicht stehen, IMMER das Persönlichkeitsrecht. Und zwar ganz egal, ob an Badeseen oder in der Fußgängerzone. Um die Verletzung dieser Rechte 100%ig zu verhindern, müsste man das Fotografieren im öffentlichen Raum ganz verbieten. Das wäre die (absurde) Konsequenz.

Andererseits, wenn man Fotos sieht, welche die Turnhosen von Jungs abbilden, um einen Blick auf die Unterwäsche oder mehr zu erhalten, dann kriegt man schon das Kotzen und kann manche Reaktionen trotz aller Kritik nachvollziehen.

HB


l (2.3.06 03:28)
Wie so oft haben die Dinge wohl zwei Seiten.
Wie ja bereits hingewiesen, verletzt die Veröffentlichung von Fotos von Personen die nicht im öffentlichen Interesse stehen, IMMER das Persönlichkeitsrecht. Ob das Fotografieren selbst schon eine strafbare Handlung ist, entzieht sich jetzt meiner Kenntnis.
Im Hauptbeitrag wurde das Beispiel mit einer Frau im Badeanzug gebracht ... ich glaube, dass es in erster Linie wohl auf den ZUSAMMENHANG ankommt, in welchem so ein "privater Schnappschuß" nun tatsächlich veröffentlicht wird.
Wenn Eltern ihre Jungs auf einschlägigen Pädo-Seiten finden, ist ihre Verstimmung und Aufregung wohl gerechtfertigt; der "Schnappschuß" einer Frau beim Baden als Aufputz einer Erotikseite würde wohl ganz andere Reaktionen hervorrufen als z.B. in einem Fremdenverkehrsprospekt - obwohl der "Tatsbestand" grundsätzlich mal der gleiche wäre.

Vielfach ist es so, dass Einschränkungen und Beschränkungen wie wir sie in unserer modernen Gesellschaft leider immer öfter und auf vielen Ebenen erfahren müssen Reaktionen auf die Dummheit und Anstandslosigkeit von wenigen Idioten sind an denen dann viele zu leiden haben.

m


Darki (2.3.06 14:56)
Die Hysterie nimmt immer abstrusere Formen an! Mit solchen medienwirksamen Aktionen wird kein einziger wirklicker Missbrauch verhindert! Aber die Politiker dort können sich nun zurücklehnen und sich selber auf die Schulter klopfen, da sie jetzt ja wieder was gegen die bösen Pädos und was für die Kinder gemacht haben, die sonst überhaupt nicht interessieren.

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